Baudenkmäler gelten als solche, wenn sie aufgrund ihrer architektonischen Gestaltung, der Ausführung des Bauwerks und der Verwendung bestimmter Materialien unverkennbar auf eine bestimmte Epoche hinweisen. Damit diese Bauwerke langfristig geschützt werden, haben viele Länder Verordnungen erlassen, die den Denkmalschutz regeln sollen. Umbauten, Abbrüche und Sanierungen, selbst kleinste Veränderungen am Bauwerk, dürfen nur nach vorheriger Genehmigung der Denkmalschutzbehörde ausgeführt werden.

Sanierungen alter Gebäude immer öfter zwingend notwendig

Aufgrund der Energieeinsparverordnung aus dem Jahr 2009 zur Senkung des CO²-Ausstoßes und der Heizkosten müssen immer mehr alte Gebäude saniert werden. Eine energetische Sanierung ist schwierig, da die herkömmliche Fassadendämmung bei denkmalgeschützten Gebäuden leider nicht anwendbar ist. Besonders Wärmedämmverbund-Systeme schaden dem Erscheinungsbild des Denkmals und oft auch der Bausubstanz. Daher werden immer öfter differenzierte Instrumente für eine energetische Sanierung bei historischen Bauwerken angewandt. Effiziente Heizsysteme, Dach- und Kellerdämmung sowie Solaranlagen an nicht auffälligen Stellen werden eingebaut.

Schäden am Baudenkmal und deren Behebung

Historische Bauwerke wurden überwiegend aus Natursteinen hergestellt. Daher kommt es meist durch chemisch-physikalische Vorgänge zu folgeschweren Schäden. Dabei werden Fugenmörtel und Naturstein angegriffen und im weiteren Verlauf zerstört. Ein großes Problem sind Wasser und Feuchtigkeit, denn diese beiden Faktoren können die chemischen und physikalischen Vorgänge erst auslösen. Ist das Mauerwerk allerdings vollkommen trocken, sind Schäden durch Verwitterung oder Korrosion normalerweise ausgeschlossen.

In den meisten Fällen sickert Niederschlagswasser in das Mauerwerk und sucht sich den Weg zur zerstörten Fuge. Grundwasser steigt dann durch den Kapillarvorgang langsam nach oben und setzt dem Mauerwerk ebenfalls zu. Erst wenn im Mauerinneren eine kondensierende Luftfeuchte entsteht, entwickeln sich daraus Feuchtigkeitsschäden.

Problematisch sind auch Räume, die beheizt sind und von vielen Menschen genutzt werden. Sie tragen Feuchtigkeit von außen ins Gebäude, sie geben Körperflüssigkeit ab und unterschiedliche Temperaturen und Kältebrücken tragen ihr übriges dazu bei, dem denkmalgeschützten Mauerwerk zu schaden.

Die Entfeuchtung beim Denkmal durch Elektroosmose

Um dem Problem schnell zu Leibe rücken zu können, wird heute immer öfter die Methode der Elektroosmose eingesetzt, so auch bei der Firma Drymat®. Mit dem Drymat® Verfahren nutzt man einen physikalischen Effekt. Dieser lässt das Wasser innerhalb eines elektrischen Feldes immer zum Minuspol ziehen. Mit dem Drymat® System wird daher unter Zuhilfenahme von Elektroden in der Nähe des Fundaments eine positive Spannung aufgebaut. Das Wasser wandert durch diesen Vorgang allmählich zum Minuspol. Beim aktiven Verfahren von Drymat® wird ein ständiges Stromfeld mit geringer Spannung angelegt. Nach und nach trocknen die Wände aus. Das Drymat® System entzieht ihnen nachweisbar die Feuchtigkeit, die sonst zum Zerfall führen würde. Dadurch wird der Erhalt denkmalgeschützter Gebäude gewährleistet, ohne dass große Eingriffe in das Mauerwerk erfolgen müssen.